Glücklich durch Kündigung

In ihr tobte ein Kampf. Niemand nahm es war.

Alle dachten, dass bei Carolin alles wunderbar sei: Mitte 30, Mutter von zwei Kindern, guter Job in einer angesehenen Firma. Sie meckert nie, beschwert sich nie. Aber in Carolin tobte ein Kampf.

Wie ging es Carolin Mitte 2018?

Ihr 30 h Job laugte sie aus. Das Büro im Keller war wie ein Gefängnis. Sie war unzufrieden und fühlte sich überhaupt nicht anerkannt. Es wurde viel gefordert – auch weil sie nie nein sagen konnte.

 

Nach ihrem ersten Zusammenbruch, 2 Jahre vor der Kündigung, suchte sie das Gespräch mit dem Chef. Ergebnis: Sie blieb ein paar Wochen zu Hause. Versuchte Kraft zu tanken. Und sie bekam eine Assistentin. Nachdem diese durch Carolin gut eingearbeitet war, kam die neue Kollegin in eine andere Abteilung. So hatte sie sich das nicht gedacht! Sie merkte, dass ihre „Maschine“ Körper nicht mehr wie geölt lief. Sie musste was tun - SOFORT.

Sollte sie endlich ihre Idee umsetzen?

Ihr war klar: ‚Wenn ICH mich nicht verändere, verändert sich nix. Und hier im Unternehmen werde ich die Rente nicht erreichen‘. Sollte sie doch endlich die Idee was im Wellnessbereich zu machen umsetzen? Bis jetzt hatten ihre großartigen Ausreden sie davor bewahrt. 

 

Kennt man ja! 

·         Mal war es weit.

·         Dann die Kinder zu klein.

·         Dann wieder passte es zeitlich nicht.

·         Und „Ich hab kein Geld“ – war auch immer als Ausrede mit dabei. 

Der Anruf ihrer Freundin half ihr über die erste Hürde.

Im Oktober 2018 hielt ihre Freundin ihr eine Anzeige unter die Nase.

„Massieren lernen – Intensiv-Ausbildung“ - meine Anzeige aus meinem WhatsApp-Status!

 

Diesmal hat sie nicht lange gefackelt! Wir hatten ein spannendes „Klarwerde-Gespräch“ und 3 Wochen später begrüßte ich sie persönlich zur Ausbildung. 

Es ist wie heimkommen!

Die 5 Tage Intensive-Massage-Ausbildung waren für Carolin (und die anderen Teilnehmerinnen) eine Offenbarung und kleine Therapie zugleich.

 

Es gab viel Raum für Gespräche und da alle in ähnlichen Situationen stecken, konnten sie ihre Gegenüber total gut verstehen. Carolin wurde innerlich ruhiger. Bereits am 2. Ausbildungs-Tag meinte sie: „Wenn ich hier zur Tür reinkomme, ist es wie heimkommen. Wir kennen uns erst 24 h. Mir kommt's vor wie eine Ewigkeit! Das tut so gut.“

 

Ich merke auch äußerlich Veränderungen. Ihr nervöses Augenzucken, bedingt durch zuviel Stress, war am 4 Tag komplett verschwunden.

 

Und was Carolin selbst nicht glauben wollte: massieren ist genau ihr Ding. Sie ging darin voll auf, war natürlich in den Übungen die Anderen immer wieder bestätigt haben. Diese gegenseitige Wertschätzung tat allen Frauen so richtig gut.

Nägel mit Köpfen.

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungswoche, ging es für die frisch gebackenen Massage-Therapeuten zurück in den Alltag und „ins alte Leben“.

 

Und Carolin hat Nägel mit Köpfen gemacht. Sie hatte das Wissen, den Mut, den Tatendrang. Sie legte los. Massageliege, Laken, Öle etc. bestellt. Alles abgestimmt auf ihrem Bedarf. Raum einrichten. Dann „verpflichtete“ sie Familie, Freunde, Bekannte als Testpersonen. Mit jeder Massage gewann sie mehr Routine und Sicherheit. Und, dass sie nun neben ihrem Job im Büro abends noch massierte, empfand sie als Ausgleich. 


Liebe Yvonne,

fünf Tage Ausbildung liegen hinter uns und ich muss sagen, es war einfach toll. Dein Erfahrung und das umfassend, detaillierte Fachwissen, welches du uns vermittelt hast, können wir nun umsetzen und in eine neue berufliche Zukunft starten.  Die Idee aus verschiedenen Massagetechniken ein Gesamtpaket zu kreieren ist einzigartig, aber genau das macht es aus. 

Ich habe sehr viel mitgenommen und das nicht nur beruflich. :-) In diesem Sinne auch danke für die gute Bewirtung. 

Carolin 


Wie weiter?

Knapp 8 Monate nach der Ausbildung war ihr Raum in einer kleinen Praxis, die sie sich mit einer Hebamme teilte, fertig. Sie reduzierte ihren lahmen Bürojob auf 20h. Meldete ein Nebengewerbe an und fühlte sich endlich frei und unabhängig.

Ihre Homepage war erstellt und an einem sonnigen Nachmittag entstand auf meiner Terrasse ihr Flyer, Gutschein und die Visitenkarten.

Als das erste Hotel anrief, um sie als Wellness-Therapeutin auf Abruf zu engagieren, war sie ganz aus dem Häuschen. 

 

Weihnachten 2019 schickte sie mir das: 

Wie ist heute der Stand der Dinge?

Stand Frühjahr 2020

 

Carolin hat ihren Bürojob gekündigt. Sie will zu 100 % ihr eigener Chef sein. Klar unterstütze ich sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Als nächsten Schritt erarbeiten wir eine Marketing-Strategie, mit der sie sich auch wohlfühlt – Werbung oder Social Media war bisher nicht in ihrem Fokus.

 

 

Sie fühlt sich wohl. Klar nagen auch hi und da komische Ängste und merkwürdige Glaubenssätze an ihr. Dann gibt’s einen SOS-Call mit mir, indem wir diese Sache bearbeiten. 


Erst neulich hat sie mir erzählt, dass sie schon 2 weitere Ausbildungen im Auge hat.